Ärzte Zeitung, 19.10.2006

Geeigneter Inhalator ist für Asthma-Therapie entscheidend

Wiederbefüllbarer Inhalator mit Trockenpulver zeigt korrekte Inhalation an / Drei Rückmeldefunktionen sind in das Gerät integriert

MÜNCHEN (wst). Wichtig für die Asthma-Therapie ist die Verordnung geeigneter Medikamente - doch nicht nur: Mindestens genauso wichtig ist auch die Wahl eines geeigneten Inhalationsgerätes und eine gute Schulung der Patienten.

Das beste Medikament tauge wenig, wenn es in unzureichender Dosierung in der Lunge oder in zu großen Mengen im Körper ankomme. Daran hat Professor Peter J. Barnes vom National Heart and Lung Institute in London auf einer Veranstaltung des Unternehmens Meda Pharma in München erinnert. Eine Verbesserung der Asthmatherapie sei in absehbarer Zeit vor allem durch eine konsequente und breite Umsetzung der Diagnostik- und Therapieleitlinien sowie durch gute Inhalatoren zu erwarten.

Auf die große Bedeutung individuell passender Inhaliergeräte für die Asthmatherapie machten auch Professor Graham Crompton aus Edinburgh und Professor Christian Virchow aus Rostock aufmerksam: Jeder Kollege, der eine inhalative Therapie verordne, müsse durch Schulung und Vorführungen sicherstellen, daß die Patienten das jeweils ausgewählte Gerät auch wirklich beherrschen. Seien mehrere inhalative Medikamente erforderlich, sollten möglichst Fixkombinationen oder Geräte verordnet werden, die ähnlich bedient werden, so die Kollegen.

Als einfach zu bedienenden Inhalator stellten die Pneumologen den atemzuggesteuerten Trockenpulverinhalator Novolizer® vor. Er garantiere eine überdurchschnittlich hohe Deposition der Wirkstoffe in der Lunge. Das wiederbefüllbare, relativ kleine Gerät wird mit 200 Einzeldosen Budesonid (Novopulmon®) oder Salbutamol (Ventilastin®) und 60 Einzeldosen Formoterol (Formatris®) angeboten.

Zur Freisetzung des Wirkstoffs genügt ein Atemzugvolumen von 35 Litern pro Minute, das von den meisten Patienten problemlos erreicht wird. War die Inhalation korrekt, so erhalten die Patienten eine Rückmeldung in Form eines optischen, eines akustischen und eines gustatorischen Signals. Damit wird ausgeschlossen, daß die freigesetzten Wirkstoffmengen durch falsche Handhabung variieren.

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