Ärzte Zeitung, 06.12.2006

KOMMENTAR

Rückenwind für die Spirometrie

Von Ingrid Kreutz

Ein Asthma bronchiale ist auf den ersten Blick kaum von der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu unterscheiden. Die Betroffenen husten, und sie haben Atemnot.

Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: Bei der COPD ist die Atemwegsobstruktion anders als beim Asthma persistierend und selbst beim Reversibilitätstest mit rasch wirksamen Bronchodilatatoren kaum umkehrbar.

Feststellen läßt sich das mit der Spirometrie, etwa anhand der Einsekundenkapazität (FEV1) und der inspiratorischen Vitalkapazität (VC). Wird auf den Lungenfunktionstest verzichtet, gibt es viele Fehldiagnosen, wie neue Studiendaten aus Großbritannien belegen.

Und es wird somit zwangsläufig auch häufig falsch behandelt. Ein Grund mehr, das vielleicht schon längst angeschaffte Spirometrie-Gerät im Praxisalltag noch intensiver zu nutzen!

Lesen Sie dazu auch:
Ohne Spirometrie bleibt die Raucherlunge häufig unerkannt

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