Ärzte Zeitung online, 04.11.2009

Asthmafälle unter 9/11-Helfern verdoppelt

NEW YORK (dpa). Asthma-Erkrankungen unter Rettern und Bergungshelfern am World Trade Center in New York haben sich nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 mehr als verdoppelt. Das berichtete die Ärztevereinigung American College of Chest Physicians am Dienstag in San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien).

Demnach gaben mehr als acht Prozent der Helfer von damals an, seit ihrem Einsatz Asthmaanfälle erlitten zu haben. Das ist gut das Doppelte des sonst üblichen Anteils von Asthma-Patienten an der Gesamtbevölkerung, teilten Sprecher bei der Tagung in San Diego mit.

Bei den Angriffen von Terroristen auf die beiden Zwillingstürme vor gut acht Jahren waren Asbest und andere gesundheitsgefährdende Stoffe ins Freie geraten. Die US-Regierung in Washington hatte die Gesundheitsgefahr zunächst heruntergespielt und erklärt, dass den Helfern keine Gefahr von ihrem Einsatz an Ground Zero drohe.

Die jüngsten Erkenntnisse stammen von der Untersuchung von insgesamt 20 843 Helfern, die im Durchschnitt 80 Tage in den Trümmern der zerstörten Türme nach Resten von Opfern suchten. Einige von ihnen wurden für ihren Einsatz bezahlt, andere leisteten ihn freiwillig und ohne finanzielle Honorierung.

Lesen Sie dazu auch:
Gesundheitliche Folgen Jahre nach Terroranschlag

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »