Ärzte Zeitung online, 24.11.2009
 

Mit COPD im Flieger: So errechnet man den Sauerstoffpartialdruck

BONN (eb). Für Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen können Flugreisen problematisch sein. Mithilfe einer neuen Funktion auf der Website der Deutschen Atemwegsliga können Interessenten jetzt den zu erwartenden Sauerstoffpartialdruck unter Flugbedingungen berechnen.

Patienten mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen können bereits unter normalen Bedingungen einen erniedrigten Sauerstoffpartialdruck (PaO2) haben. Oft benötigen Sie damit am Boden noch keine Sauerstoffzufuhr. Wenn jedoch auf Flugreisen in der Kabine ein weiterer Abfall erfolgt, kann die kritische Grenze von 50 mm Hg schnell unterschritten werden.

Nationale und internationale Leitlinien empfehlen die Gabe von Sauerstoff, wenn der Sauerstoffpartialdruck während des Fluges voraussichtlich unter 50 mm Hg absinkt. Bei Langstreckenflügen wird sogar ein Mindestpartialdruck von 55 mm Hg empfohlen.

Der neue Sauerstoffpartialdruck-Rechner auf der Seite der Deutschen Atemwegsliga ermöglicht die Berechnung des unter Flugbedingungen zu erwartenden Sauerstoffpartialdrucks. Die Nutzung unter www.atemwegsliga.de/service.php ist kostenlos und ohne vorherige Registrierung möglich.

Hier geht es zum Sauerstoffpartialdruck-Rechner

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »

Weltärztebund und Papst im Dialog zur Palliativmedizin

Seltene Kooperation: Weltärztebund und Papst sprechen sich für ein Sterben in Würde aus, aber gegen Euthanasie und assistiertem Selbstmord. mehr »