Ärzte Zeitung online, 24.06.2010

Asthmatiker können raucharm grillen

HANNOVER (eb). Asthmatiker können Hustenanfälle und Atemnot erleiden, wenn beim Grillen zu viel Rauch entsteht. Das lässt sich aber durch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen vermeiden.

Asthmatiker können raucharm grillen

Die Bratwurst auf dem Elektrogrill: Die Alternative für Asthmatiker.

© Max / fotolia.com

Besonders viel Rauch entwickelt sich beim Grillen mit dem Holzofengrill, da hierbei Fett oder Flüssigkeit aus dem Grillgut direkt in die Glut tropfen kann. Die aufsteigenden Rauchschwaden reizen die Atemwege und veranlassen die überempfindlichen Bronchien von Asthmatikern, sich krampfartig zusammenzuziehen, was Husten und Luftnot verursachen kann. 

Wer trotzdem nicht auf den typischen Holzkohlegeschmack verzichten mag, kann alternativ einen so genannten Vertikal-Holzkohlegrill verwenden. Dazu rät die Deutsche Lungenstiftung e.V. (DLS) in Hannover. Der Vertikal-Holzkohlegrill verfügt über eine seitlich angebrachte Glutbox. Das Grillgut wird direkt daneben in Grillkörben aufgehängt und kann so indirekt und raucharm garen. 

Eine andere, noch rauchärmere Alternative bieten Elektro- oder Gasgrillgeräte. Der Elektrogrill habe den Vorteil, dass herabtropfender Fleischsaft in einer mit Wasser gefüllten Schale aufgefangen wird und so nicht in die Glut gelangen kann, so die DLS. In Propangas betriebenen Geräten wird das Grillgut über einen Bratrost von oben erhitzt, so dass auch hier keine Flüssigkeit in die Glut laufen kann, was eine übermäßige Rauchbildung verhindert.

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