Kongress, 29.04.2014

COPD und Emphysem

Endoskopische Therapie für pink puffer?

WIESBADEN. Für Patienten mit schwerer COPD und Emphysem ("pink puffer") kann die endoskopische Reduktion des Lungenvolumens eine Option sein.

Die meisten Erfahrungen gibt es mit Ventilen, die zu Atelektasen, Schrumpfung des Lungengewebes und somit zu Besserung der Lungenfunktion führen, berichtete Professor Felix Herth von der Uni Heidelbergbeim Internistenkongress in Wiesbaden.

Der Erfolg der Technik hängt vom Ausmaß der Kollateralventilation ab: Je stärker die Kollateralventilation ausgeprägt ist, desto geringer ist der zu erwartende Erfolg.

Langzeitdaten nach sechs bis sieben Jahren belegten Vorteile der mit Ventilen versorgten Patienten nicht nur bei Lungenfunktion und Belastbarkeit (6-Minuten-Gehstrecke), sondern auch bei der Lebenserwartung. "Bei richtiger Patientenselektion besteht die Chance zur Reduktion der Mortalität", so Herth.

Für andere Verfahren zur Reduktion des Lungenvolumens wie das Einbringen von Spiralen (Coils) oder die Behandlung mit 75 Grad heißem Wasserdampf (bronchologische Wasserdampfablation) lägen weit weniger Daten vor als für die Ventil-Technik, so Herth.

Fällt die Entscheidung für eine solche Therapie, sollten die Patienten in klinischen Studien/Registerstudien behandelt werden. (mal)

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