Ärzte Zeitung online, 28.06.2017
 

COPD-Screening

Alter über 40 mit Atemnot: Ist es eine COPD?

Es wird geschätzt, dass die Hälfte aller COPD-Patienten nicht diagnostiziert und damit nicht erkannt wird. Die Erkrankung verläuft aber meist progredient. Es ist daher wichtig, bei Personen im Alter > 40 Jahren mit Atemnot, Husten und/oder Auswurf zu klären, ob eine COPD vorliegt und sie bei Nachweis einer COPD adäquat zu behandeln, raten Professor Heinrich Worth, Facharztforum Fürth, und Dr. Peter Kardos, Lungenpraxis am Maingau Krankenhaus Frankfurt (Pneumologe 2017; 14: 149-152). Goldstandard für die Diagnosestellung sind die Erfassung der Symptome und Risikofaktoren sowie eine Spirometrie.

Ein Screening beschwerdefreier Personen auf COPD anhand von Fragebögen und Spirometrie halten die Pneumologen wegen des fehlenden Nachweises positiver Effekte auf den Krankheitsverlauf, die Prognose und die Lebensqualität bei hohem Aufwand nicht für sinnvoll. Bei über ein Screening diagnostizierten COPD-Patienten sei durch den Einsatz von Bronchodilatatoren mit und ohne inhalative Kortikosteroide zwar eine Reduktion der Exazerbationsraten zu erwarten, deren klinische Relevanz sei angesichts niedriger Exazerbationsraten bei Patienten mit gering- und mittelgradiger COPD aber fragwürdig. (ikr)

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