Ärzte Zeitung, 06.07.2006
 

Die Sommer-Akademie - mit Tests und PunktenFrühe Therapie bremst Umbau der Gefäße bei Lungenhochdruck

Pulmonale Hypertonie löst unspezifische Symptome aus / Herzecho als Screening

KÖLN (skh). Zunehmende, unklare Dyspnoe bei Belastung - bei diesem Symptom sollte auch an eine pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) gedacht werden. Die Erkrankung wird vor allem bei jungen Patienten oft lange Zeit übersehen.

Das hat einen einfachen Grund: "Die Diagnose PAH ist deshalb schwierig, weil die Symptome, nämlich Dyspnoe, Synkopen und Schwindel, völlig unspezifisch sind", sagt Dr. Stephan Rosenkranz, von der Uniklinik Köln. Besonders nahe liegt der Verdacht bei Patienten mit Kollagenosen oder HIV-Infektion, die solche Symptome haben.

Aber auch ältere Patienten mit kardipulmonalen Grunderkrankungen haben häufig Lungenhochdruck. Etwa jeder dritte COPD-Patient erkrankt daran. "Wichtig für den Arzt in der Praxis ist, an die pulmonale Hypertonie zu denken und weitere Untersuchungen zu veranlassen", so Rosenkranz.

Bei Verdacht sollten die Patienten echokardiographisch auf Zeichen der Rechtsherzhypertrophie untersucht werden. Die Diagnose, wird letzlich durch eine Katheteruntersuchung des rechten Herzens gesichert. Sie sollte möglichst früh gestellt werden, weil heute mit Prostazyklinanaloga, einem Endothelin-Antagonisten und einem PDE-5-Hemmer medikamentöse Therapien zur Verfügung stehen.

Im Frühstadium der PAH kommt es durch Vasokonstriktion im Lungenkreislauf zum Druckanstieg. Später finden in der Gefäßwand Umbauvorgänge, das sogenannte Remodeling, statt. Mittel wie Bosentan oder Sildenafil senken den Druck und haben günstige Effekte auf das Remodeling.

Um pulmonale Hypertonie geht es heute in der Sommer-Akademie. Und: Mit den Akademie-Folgen können Sie wieder CME-Punkte sammeln! Mit den 25 Folgen kann man insgesamt zehn CME-Punkte bekommen.

Besuchen Sie die Sommer-Akademie >>>

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »