Ärzte Zeitung, 17.01.2007

Neuer Ansatz für Arznei gegen Pseudomonas

Eiweiß-Komplex hilft, Toxin auszuscheiden / Nachweis in Lungensekret bei Mukoviszidose

BOSTON (ple). US-Forscher sind der Impfung gegen Pseudomonas aeruginosa einen Schritt näher gekommen. Denn sie haben aufgeklärt, wie die Bakterien ihr zellschädigendes Eiweiß etwa in der Lunge von Patienten mit zystischer Fibrose ausscheiden (Science 312, 2006, 1526). Offenbar besitzen die Bakterien eigens dafür einen speziellen Proteinkomplex, der vor allem während chronischer Infektionen aktiv ist.

Bakterien der Art Pseudomonas aeruginosa (rot) enthalten einen Proteinkomplex (grün), durch den krankmachende Eiweiße sezerniert werden. Foto: Casey Gifford / Science

Wie die Forscher um Dr. Joseph Mougous aus Boston in Massachusetts berichten, entdeckten sie diesen Komplex im Lungensekret von Patienten mit Mukoviszidose sowie Antikörper gegen den Komplex im Serum der Patienten. Offenbar gibt es den Komplex auch in anderen Keimen. Er könnte helfen, neue Impfstoffe und Antibiotika zu entwickeln.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So will Deutschland den Zuckerberg bezwingen

16:00 UhrZu viel und zu schlecht gekennzeichnet: Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesunde Ernährung. Die Politik will nun eingreifen. mehr »

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »