Ärzte Zeitung online, 27.02.2009

Forscher warnen vor Feinstaub aus Schiffsverkehr

WASHINGTON (dpa). Die kommerzielle Seeschifffahrt produziert einer US-Studie zufolge halb so viel Feinstaub wie weltweit alle Autos zusammen. Aus den Maschinen der Schiffe gelangten knapp eine Million Tonnen Partikel pro Jahr in die Luft, schreibt die US-Klimabehörde NOAA am Donnerstag.

Weil mehr als 70 Prozent der Schifffahrt innerhalb von bis zu 400 Kilometer von der Küste entfernt verlaufe, bedeute der Feinstaub ein großes Gesundheitsrisiko für Küstenanwohner, sagte der Hauptautor der Studie, Daniel Lack. Er hatte mit seinem Kollegen den Ausstoß von 200 kommerziellen Schiffen untersucht, darunter Containerschiffe, Tanker und Kreuzfahrtschiffe - und die Resultate hochgerechnet ("Journal of Geophysical Research").

Ein Mitautor der Studie, James Corbett, von der University of Delaware in Newark hatte in einer Studie von 2007 den Schiffsfeinstaub für jährlich 60 000 Todesfälle verantwortlich gemacht. Feinstaub kann leicht in die Lunge gelangen und dort Entzündungen, Asthma und sogar Krebs auslösen. Schiffe produzierten zudem etwa drei Prozent des menschengemachten Kohlendioxids und je nach Treibstoff auch mehr oder weniger Sulfat.

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