Ärzte Zeitung, 15.12.2011

Meist überflüssig: Tubus bei Frühchen

BERLIN (eb). Bei der Therapie von Frühchen mit Atemnotsyndrom hat sich die Gabe von Surfactant bewährt.

Dabei sollte allerdings wenn möglich auf die bisher übliche maschinelle Beatmung verzichtet werden, raten Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Berlin.

Denn eine maschinelle Beatmung kann das empfindliche Lungengewebe von Neugeborenen überdehnen und damit schädigen.

Da auch extrem kleine Frühgeborene selber atmen können, genügt meist schon eine einmalige Gabe von etwa 30 Tropfen Surfactant, die unter laryngologischer Kontrolle über einen dünnen, flexiblen Katheter in die Luftröhre erfolgt.

Anschließend wird über eine Maske Atemluft unter leichtem Überdruck (CPAP) in die Atemwege transportiert, um die Lungen offenzuhalten. Dies sei wesentlich schonender als eine permanente Intubation, heißt es in der Mitteilung der DGP.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »