Ärzte Zeitung, 20.11.2013

Nordrhein-Westfalen

Ärzte gegen Pipeline für Kohlenmonoxid

KÖLN. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Nordrhein fordert einen Stopp der vom Bayer-Konzern geplanten Kohlenmonoxid-Pipeline zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Sollte es zu einem Unfall mit der Pipeline kommen, würden Kinder zu den ersten Opfern gehören, warnen die Ärzte.

Sie verweisen auf einen Unfall im Brunsbütteler Bayerwerk. Dort war Kohlenmonoxid ausgetreten und hatte fünf Arbeiter verletzt. Laut der Ärzte liegen Kindergärten, Schulen und Kliniken bei einem Gasaustritt an der CO-Pipeline in der Hochrisikozone.

Der BVKJ Nordrhein appelliert deshalb an Bayer und an die Bezirksregierung, die Pipeline nicht zu bauen. Die Pipeline durfte zwar gebaut, aber Bayer zufolge wegen gerichtlicher und laufender Planänderungsverfahren vorläufig nicht in Betrieb genommen werden. (iss)

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