Ärzte Zeitung online, 05.06.2015

Südkorea

Viertes Mers-Todesopfer

Ein 76-jähriger Mann ist in Südkorea an den Folgen einer Mers-Infektion gestorben. Er ist schon das vierte Todesopfer.

SEOUL. Die Zahl der Todesfälle infolge des Mers-Ausbruchs in Südkorea ist weiter gestiegen.

Ein vierter Patient sei an der Atemwegserkrankung gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

Es handle sich um einen 76 Jahre alten Mann, bei dem vor etwa zwei Wochen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Er sei in Kontakt mit dem ersten Mers-Infizierten in Südkorea gekommen. Die Zahl der Mers-Kranken stieg den Angaben zufolge seit Donnerstag um fünf auf 41.

Der erste Mers-Patient in Südkorea war ein 68-Jähriger, der im Mai von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war.

Am Dienstag hatten die Behörden die ersten beiden Todesfälle infolge von Mers gemeldet, am Donnerstag den dritten. Es handle sich um einen 82 Jahre alten Mann, der ein Krankenzimmer mit Mers-Infizierten geteilt hatte. Der Mann starb demnach Mittwochnacht, ursprünglich wurde er wegen Asthma und Lungenentzündung behandelt.

Mittlerweile mehr als 1600 Menschen, die sich angesteckt haben könnten, wurden unter Quarantäne gestellt.

Bis zum 3. Juni waren bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit 1179 bestätigte Mers-Fälle erfasst, darunter mindestens 442 Todesopfer. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Reiseimpfungen 2018 – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

Mehr Trinken bringt kranken Nieren nichts

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion einen höheren Wasserkonsum nahezulegen, nützt nicht viel: Die Harnmenge nimmt etwas zu, doch die Nierenfunktion verbessert sich nicht. mehr »

Drogenbeauftragte möchte keine "Legalisierungsdiskussion"

Die Zahl der Rauschgiftdelikte steigt und steigt, wie die neueste Statistik des Bundeskriminalamts zeigt. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einer "Normalität" beim Konsum bestimmter Drogen. mehr »