Ärzte Zeitung, 10.01.2008

TIPP DES TAGES

Konjunktivitis: Ist es Neuroborreliose?

Haben Patienten eine hartnäckige Konjunktivitis, die auf keine Behandlung so richtig anspricht, sollten Sie nach Zeckenbissen und einem eventuellen Erythema migrans fragen - und zwar bis zu 6 Monate zurück. Es kann sein, dass sich eine Neuroborreliose entwickelt, vor allem, wenn Doppelbilder und Schwierigkeiten beim Schließen der Augen als Zeichen einer Hirnnervenbeteiligung hinzukommen.

Bei auffälligen Angaben sollte eine Borreliosediagnostik durchgeführt werden (Serumantikörper gegen den Erreger Borrelia burgdorferi zunächst im ELISA als Suchtest, bei positivem oder grenzwertigem Ergebnis Immuno- oder Westernblot als Bestätigungstest). Außerdem sollte der Patient zeitgleich schon zu einem Fachkollegen überwiesen werden, der mit Liquorpunktion den Verdacht auf Neuroborreliose sichern kann.

(Quelle: www.medizin-online.de/plexus)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ein Anästhetikum zur Behandlung bei schweren Depressionen?

Ketamin - einst als Anästhetikum entwickelt - hat sich in mehreren Studien bei Patienten mit therapieresistenten Depressionen bewährt. Doch: Für Euphorie ist es noch zu früh. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Darf‘s ein bisschen weniger Zucker sein?

Große Lebensmitteleinzelhändler wollen den Zuckergehalt in ihren Eigenmarken reduzieren. Für Verbraucherschützer ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. mehr »