Ärzte Zeitung, 06.05.2010

Neue Technik zur Transplantation der Cornea

BERLIN (eb). Eine neue Op-Technik erlaubt, statt der gesamten Cornea nur eine hauchdünne Schicht zu übertragen. Davon erholen sich die Augen wesentlich schneller als bei dem herkömmlichen Vorgehen, teilt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft mit. Zudem gebe es weniger Hornhautverkrümmungen und andere Komplikationen. Das von US-Augenärzten entwickelte Verfahren DSAEK (Descemet Stripping Automated Endothelial Keratoplasty) komme zunehmend auch in Deutschland zum Einsatz. Transplantiert wird dabei nur eine 100 bis 200 Mikrometer dünne Scheibe der Hornhaut, die aus Teilen der Stromaschicht und aus dem Endothel besteht. Nachdem das erkrankte Endothel des Empfängers entfernt ist, wird die feine Lamelle des Spenders durch einen kleinen Schnitt auf der Innenseite der Hornhaut platziert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »