Ärzte Zeitung, 10.03.2015

Weltglaukomwoche

Check bei Risikopersonen!

DÜSSELDORF. Zum 7. Mal rufen die Spezialisten der World Glaucoma Association und der Patientenorganisation World Glaucoma Patient Association weltweit zur Aufklärung auf. Die Weltglaukomwoche findet vom 8. bis 14. März statt.

Ihr Ziel ist es, die Früherkennung zu stärken, teilt der Berufsverband der Augenärzte mit. Das Glaukom hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weltweit neun Millionen Menschen das Augenlicht geraubt.

Bei 90 Prozent der Betroffenen hätte sich die Erblindung vermeiden lassen, wäre die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt worden. Der Verband rät insbesondere Patienten, die ein erhöhtes Glaukomrisiko aufweisen, regelmäßig die Chancen der Früherkennung zu nutzen.

Denn das Glaukom verläuft oft über Jahre hinweg schleichend und symptomfrei, erinnert der Verband. Wenn Patienten selbst bemerken, dass etwas mit ihren Augen nicht stimmt, ist der größte Teil des Sehnervs schon unwiederbringlich zerstört.

Familiäre Veranlagung, Kurzsichtigkeit und Alter gehören zu diesen Risikofaktoren.

"Wenn also bei den Eltern oder bei Geschwistern ein Glaukom bekannt ist, wenn man kurzsichtig ist und generell wenn man älter als 40 Jahre ist, ist die Glaukomfrüherkennung eine sinnvolle Untersuchung", wird Professor Franz Grehn, Universitäts-Augenklinik Würzburg, in der Mitteilung zitiert. (eb)

Mehr Infos zur Weltglaukomwoche gibt es im Internet auf: www.wgweek.net

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Konzept der E-Patientenakte steht

Die elektronische Patientenakte nimmt konkrete Formen an. Ärzte, Zahnärzte, Krankenkassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleibt vorerst außen vor. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »