Ärzte Zeitung, 13.05.2016

Auszeichnung

Preis für Forschung zu Offenwinkelglaukom und Blepharoplastik-Op

WIEN. Springer Medizin hat zum 7. Mal den Förderpreis Spektrum der Augenheilkunde überreicht. Die diesjährige Auszeichnung geht an zwei Nachwuchswissenschaftler in der Ophthalmologie. Die Preisverleihung fand aus Anlass der 57. Jahrestagung der Ophthalmologischen Gesellschaft in Schladming statt.

Die Preisträgerin Dr. Nicole Zimmermann untersuchte in ihrer Arbeit "Korrelation von peripapillärer Aderhautdicke und primärem Offenwinkelglaukom" den Zusammenhang der Aderhautdicke und einem primären Offenwinkelglaukom, POWG.

In ihrem Beitrag (Spektrum der Augenheilkunde 2015; 29: 124-129) kam die Ophthalmologin zusammen mit ihrem Team zu dem Schluss, dass bei POWG die Aderhaut signifikant reduziert ist.

In Folge sei nun in weiteren Studien zu erarbeiten, wie sich die Aderhautdicke bei anderen Glaukomformen verhält. Dabei sei auch der Einfluss systemischer Erkrankungen zu berücksichtigen.

Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Roman Dunavölgyi, Medizinische Universität Wien, wurde für seine Arbeit "Objektivierbare Gesichtsfeldeinschränkungen bei Patienten mit Dermatochalasis vor und nach Blepharoplastik-Operation" (Spektrum der Augenheilkunde 2015; 29: 185-190) ausgezeichnet.

Bei der Blepharoplastik handelt es sich um eine Operation, die aufgrund von funktionellen oder kosmetischen Gründen am Oberlid durchgeführt wird. Am Beispiel von 19 Fällen verglichen er und sein Team Fragebögen, Fotografien und Daten vor und nach der Op.

Die Auswertungen zeigten, dass die angewandte Methode eine hohe Wirksamkeit mit Blick auf das superiore Gesichtsfeld hat; für das temporale Gesichtsfeld sei sie eher vernachlässigbar.

Der mit 2000 Euro dotierte Förderpreis Spektrum der Augenheilkunde wird jährlich im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft verliehen.

Er verfolgt das Ziel zur originellen Publikation anzuspornen. Somit richtet er sich vor allem an den wissenschaftlichen Nachwuchs. Klinik-, Abteilungs- und Institutsvorstände (ausgenommen als Co-Autoren) sowie Autoren über 40 Jahre sind von der Bewerbung ausgeschlossen. (eb)

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