Ärzte Zeitung online, 24.11.2017

Optische Kohärenztomografie

Künstliche Intelligenz hilft bei der Therapieentscheidung

REGENSBURG. Forscher des Uniklinikums Regensburg (UKR) haben ein künstliches neuronales Netzwerk trainiert, OCT-Scans (Optische Kohärenztomografie) der Netzhaut auszuwerten. Sie speisten dafür über 165.000 retinale OCT-Scans, die zwischen 2008 und 2016 aufgenommen wurden, in ein künstliches neuronales Netzwerk ein.

Jede Aufnahme wurde mit den durchgeführten intravitrealen Injektionen referenziert. Die OCT-Bilder, auf die in den ersten 21 Tagen nach der Aufnahme eine intravitreale Injektion folgte, wurden der Injektionsgruppe zugeordnet, die gleiche Menge an zufälligen OCT-Bildern ohne anschließende intravitreale Injektionen der Nicht-Injektionsgruppe.

Danach beurteilte das Programm bei weiteren 17.000 Aufnahmen, ob es eine Injektion durchführen würde. In bis zu 96 Prozent der Fälle deckte sich die Entscheidung der künstlichen Intelligenz in Bezug auf die Anti-VEGF-Injektion mit der der Augenärzte. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Spahn soll Gesundheitsminister werden

Jünger und weiblicher will die CDU-Chefin ihr Kabinett und ihre Partei machen. In Männerhand bleibt das Gesundheitsressort: Jens Spahn soll hier der neue Minister werden. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Praxen und Kliniken melden "Land unter"

Die heftige Grippewelle bringt Arztpraxen und Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenzen. Manche Praxen müssen selbst wegen vieler erkrankter Mitarbeiter schließen, Kliniken nehmen teilweise keine Patienten mehr an. mehr »