Ärzte Zeitung, 21.09.2005

Zeichen gegen das Vergessen

Viele bunte Luftballons werden heute aufsteigen, je einer für 10 000 Alzheimer-Patienten. Mit dieser weltweiten Aktion zum heutigen Welt-Alzheimer-Tag will der Arzneimittelhersteller Merz Pharmaceuticals aus Frankfurt am Main Zeichen gegen das Vergessen setzen.

Bunte Luftballons zum Welt-Alzheimer-Tag: Merz Pharmaceuticals läßt in 20 Ländern je 1800 Luftballons steigen, als Signal gegen das Vergessen. Foto: Merz

Etwa 18 Millionen Menschen weltweit leiden an Morbus Alzheimer, die Tendenz ist steigend. Nur jeder vierte werde entsprechend behandelt, so das Unternehmen.

Die Aktion läuft in 20 Ländern, in denen das Unternehmen engagiert ist. In jedem der Länder werden 1800 Luftballons als Signal gegen das Vergessen aufsteigen. An jedem Ballon ist ein Kärtchen befestigt, das an das Unternehmen zurückgeschickt werden sollte. Für jedes Kärtchen, das schließlich in Frankfurt ankommt, wird Merz eine Spende zugunsten einer nationalen Alzheimer-Organisation überweisen.

Für Deutschland, wo etwa 800 000 Menschen an Alzheimer leiden, findet die Luftballon-Aktion in Zusammenarbeit mit dem Demenzforum Darmstadt statt, einem Zusammenschluß engagierter Fachkräfte und Interessierter, die sich die Verbesserung der Versorgungssituation Demenz-Kranker und deren Angehöriger zum Ziel gesetzt hat. Am kommenden Samstag werden die 1800 Luftballons in der Darmstädter Innenstadt aufsteigen. (ag)

Lesen Sie dazu auch:
Helfen heißt, Demenz-Patienten früh zu behandeln
Demenz-Tests dauern oft nur wenige Minuten
Aktionen zum Alzheimer-Tag
Kranken nicht widersprechen!
Pflegetips für Angehörige

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »

Lauterbach will Erstkontakte extra vergüten

"Erstkontakte sollen sich lohnen": Mit einem Sonderbudget für Erstkontakte bei Fachärzten will der SPD-Gesundheitspolitiker Professor Karl Lauterbach Ungerechtigkeiten bei der Terminvergabe beseitigen. mehr »