Ärzte Zeitung, 12.10.2005

Alzheimer-Eiweiß durch zu viel Cholesterin

BONN (dpa). Alzheimer-Forscher haben einen molekularen Zusammenhang zwischen einem gestörten Fettstoffwechsel und Morbus Alzheimer aufgedeckt (Nature Cell Biology online).

Ein hoher Cholesterinspiegel im Gehirn könne dazu führen, daß das Protein Beta-Amyloid vermehrt gebildet werde, so das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN) in Bonn. Aus diesem Eiweiß entsteht das Eiweiß Aß42, das sich bei Alzheimer-Patienten in großen Mengen im Gehirn ansammelt und Neuronen schädigt.

Die NGFN-Forscher haben entdeckt, daß Beta-Amyloid in einen Regelkreis mit Cholesterin eingebunden ist. Wird er gestört, kann zu viel Beta-Amyloid gebildet werden. Die Forscher hoffen, eines Tages durch cholesterinsenkende Mittel und Ernährungsumstellung die übermäßige Beta-Amyloidbildung verringern zu können.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »

Konzept der e-Patientenakte steht

Die ePA nimmt Formen an. Ärzte, Kassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleib vorerst außen vor. mehr »