Ärzte Zeitung, 12.06.2007

In 40 Jahren über 100 Millionen Alzheimerkranke

BALTIMORE (ddp). Forscher rechnen mit einem starken Anstieg von Demenz-Erkrankungen. Im Jahr 2050 würden weltweit etwa 106 Millionen Menschen von M. Alzheimer betroffen sein, im Vergleich zu 27 Millionen heute.

"Wir stehen vor einer globalen Alzheimer-Epidemie, da die Weltbevölkerung im Schnitt immer älter wird", so Professor Ron Brookmeyer von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Die Forscher legten ihrer Computersimulation der Alzheimer-Verbreitung die Bevölkerungsprognosen der Vereinten Nationen zugrunde. In Deutschland leiden derzeit rund 650 000 Menschen an M. Alzheimer.

Die tatsächliche Entwicklung der Erkrankungszahlen hänge jedoch sehr stark von Forschungsfortschritten bei der Diagnose und Therapie der Krankheit ab. Lasse sich das Einsetzen von M. Alzheimer bei Patienten um nur ein Jahr hinauszögern, etwa durch Medikamente, verringere sich die Zahl der Betroffenen für 2050 um 12 Millionen, so Brookmeyer bei einer Konferenz in Washington.

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