Ärzte Zeitung, 21.09.2007

M. ALZHEIMER IN KÜRZE

Ein Glas Wein pro Tag gegen Demenz

Ein Glas Wein pro Tag beugt bei alten Menschen möglicherweise einer Demenz vor. In einer Studie mit knapp 130 Menschen über 65 Jahren, die bereits leichte kognitive Störungen hatten, kam es innerhalb von dreieinhalb Jahren bei Weintrinkern deutlich seltener zu einer Demenz als bei Abstinenzlern. Bei Menschen, die ein Glas Wein pro Tag tranken (etwa 15 g Alkohol), war die Demenzrate um 85 Prozent reduziert. Mehr als ein Glas täglich brachte jedoch keinen Nutzen (Neurology 68, 2007, 1790).

Broschüren zur Versorgung bei Demenz

Das Zukunftsforum Demenz - eine Initiative des Unternehmens Merz - veranstaltet regelmäßig Workshops zur Versorgungsproblematik bei Demenz. Die Inhalte der Workshops werden zusammengefasst und sind in den Dokumentationsbänden nachzulesen.

Info:Die Broschüren gibt es per E-Mail unter zukunftsforum@demenz.de. Sie lassen sich auch herunterladen unter www.zukunftsforum-demenz.de

Prionen schützen vor Alzheimer

Pathogene Prionen, wie sie bei BSE oder der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit aktiv sind, zerstören bekanntlich das Gehirn. Normale Prionen schützen es offenbar, berichten US-amerikanische Forscher. Die harmlose, körpereigene Form des Prionproteins konnte in Zellkultur-Versuchen die Bildung der Eiweißablagerungen verhindern, die sich als Plaques im Gehirn von Alzheimer-Patienten ansammeln (PNAS 104, 2007, 11062). (mut)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Mehr Chancen für Demenz-Patienten?

Lesen Sie dazu auch:
Ohne Hausärzte und pflegende Angehörige kann Versorgung nicht funktionieren
Alzheimer-Patienten schlecht versorgt
Neue Arzneien gegen Alzheimer
IGeL und EBM bei Alzheimer
Nur jeder dritte Patient erhält Medikamente
Spezifische Therapien für Alzheimer-Kranke
Ein aktives Leben halbiert das Demenz-Risiko
M. Alzheimer im Internet

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »