Ärzte Zeitung, 07.07.2008

Vorbericht zu Optionen bei Demenz

KÖLN (ars). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Vorbericht zur nichtmedikamentösen Behandlung bei Alzheimer Demenz veröffentlicht. Interessierte Personen und Institutionen können bis zum 1. August 2008 schriftliche Stellungnahmen abgeben.

Um den Nutzen nichtmedikamentöser Verfahren zu ermitteln, haben die Wissenschaftler nach Studien mit einer Laufzeit von mindestens vier Monaten gesucht, wie das IGWiG mitteilt. Insgesamt haben sie 28 Studien identifiziert, die sich zu vier wesentlichen Ansätzen gruppieren: Angehörigentraining, emotionsorientierte Verfahren, kognitive Verfahren sowie körperliche und soziale Aktivierung.

Für das Angehörigentraining fanden sie Hinweise auf einen Nutzen, etwa auf Depressivität und Agitiertheit der Patienten sowie Lebensqualität der Angehörigen. Fraglich sei aber die klinische Relevanz. Auch von kognitiven Verfahren könnten die Patienten möglicherweise profitieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Viele Gesundheitspolitiker verteidigen ihr Mandat

Die Großwetterlage hat sich verändert. Doch viele Fachpolitiker schaffen den Wiedereinzug ins Parlament. mehr »

Das Trauma nach der Loveparade

Das tödliche Gedränge bei der Loveparade im Sommer 2010 in Duisburg: Im ARD-Film "Das Leben danach" geht es um die Auswirkungen auf die traumatisierten Überlebenden. mehr »