Ärzte Zeitung, 15.07.2009

Viel Sport: gut für die Brust, schlecht fürs Gehirn

WIEN (mut). Frauen sollten es mit dem Sport nach der Menopause nicht übertreiben. Zwar beugt viel Bewegung Brustkrebs vor, zu viel könnte aber den geistigen Verfall beschleunigen. Darauf deuten Daten einer Studie mit 90 Frauen im Alter von 50 bis 63 Jahren, die jetzt beim Alzheimerkongress ICAD in Wien vorgestellt wurden.

In Kognitionstests schnitten Frauen, die regelmäßig anstrengende Sportarten betrieben, signifikant schlechter ab als körperlich träge Frauen. Forscher erklären dies damit, dass viel Bewegung die Östrogenspiegel reduziert - das ist gut gegen Brustkrebs, aber offenbar schlecht fürs Gehirn. Moderater Sport hatte dagegen einen günstigen Einfluss auf die Kognition.

Lesen Sie dazu auch:
Sport bessert die Prognose bei Brustkrebs - Das Motto dabei: Erlaubt ist, was Spaß macht
Diät und Bewegung können Brustkrebs verhindern helfen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »