Ärzte Zeitung, 14.09.2009

Kritik an Bericht des IQWiG zu Memantin bei M. Alzheimer

HAMBURG (eb). Zum Abschlussbericht "Memantin bei Alzheimer-Demenz" des IQWiG erklärt Lundbeck: Das IQWiG erkennt die signifikanten Vorteile der Therapie mit Memantin in den Bereichen Alltagsaktivitäten, Kognition und klinischer Gesamteindruck gegenüber Placebo ausdrücklich an. Das IQWiG hat jedoch im Laufe des Bewertungsprozesses die Kriterien zur Interpretation der klinischen Relevanz der Effekte verändert. Damit gibt es "keine Belege für einen Nutzen für die Behandlung von moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz mit Memantin". So erkennt das Institut den erwiesenen Nutzen von Memantin nicht an. Ohne die nachträgliche Veränderung der Kriterien hätte das IQWiG die klinische Relevanz der Effekte zugunsten Memantin anerkennen müssen.

www.iqwig.de/index.912.html

Lesen Sie dazu auch:
IQWiG stellt den Nutzen von Memantine bei Alzheimer-Demenz infrage
Pharma-Unternehmen kritisieren IGWiG wegen Berichts zu Alzheimer-Therapie

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »