Ärzte Zeitung online, 21.04.2011

Ein Gläschen Wein pro Tag scheint vor einer Demenz zu schützen

HONOLULU (koc). Wer im mittleren Lebensalter täglich ein bis zwei Gläsern Wein trinkt, erkrankt offenbar seltener an Demenz als Abstinenzler. Vor allem Frauen scheinen von mäßigem Weingenuss zu profitieren.

Dies ergab eine 20-Jahres-Langzeitstudie mit über 38000 Klinikangestellten. Sie wurde nun auf dem Kongress der US-Neurologengesellschaft AAN in Honolulu vorgestellt. In der prospektiven Observationsstudie wurden knapp 39000 Angestellte eines US-Klinikkonzerns im mittleren Lebensalter über einen Zeitraum von 20 Jahren untersucht. Außer dem Gesundheitszustand wurden auch Informationen über Art und Umfang des Alkoholkonsums erhoben.

In den 20 Jahren traten 6757 Demenz-Erkrankungen auf, bei 2107 Teilnehmern wurde M. Alzheimer diagnostiziert, bei 801 eine vaskuläre Demenz. Nach diesen Daten haben Personen, die täglich ein bis zwei Gläser Wein trinken, im Vergleich zu abstinenten Studienteilnehmer ein um 17 niedrigeres allgemeines Demenzrisiko und ein um 50 Prozent niedrigeres Risiko für eine einer vaskulären Demenz.

Frauen profitierten von einem moderaten Weinkonsum deutlich stärker als Männer. Bei ihnen war das Demenzrisiko insgesamt um 24 Prozent geringer als bei abstinenten Frauen. Ein weiteres Ergebnis: Wer Bier und Spirituosen statt Wein bevorzugt, kann sein Demenzrisiko zumindest nach Ergebnissen dieser Studie nicht verringern.

[27.04.2011, 16:48:41]
Christoph Polanski 
Marketing
Noch seltener erkrankt man an Demenz, wenn man die alkoholischen Getränke in Design-Gläschen trinkt.
Schon heute habe ich darüber an einer telefonischen Umfrage teilgenommen, die Fragen waren: trinken Sie Wein? Rot? Weis? Lieblich? Trocken? Desing-Gläser? Nach 30 Sek. waren wir fertig. Als Dankeschön wird sich jemand mit Gläser- oder Weinproben melden. Bis sehr gespannt.

Prost! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Eine Milliarde Euro mehr für Ärzte? KBV ist "enttäuscht"

Die Vertragsärzte in Deutschland bekommen im nächsten Jahr knapp eine Milliarde Euro mehr an Honorar. Das ist das Ergebnis der Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband. mehr »