Ärzte Zeitung online, 09.10.2011

Bahr kritisiert: Kaum Erfolg bei Demenzforschung

BERLIN/FRANKFURT (dpa). Nach Ansicht von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gibt es noch keinen wesentlichen Fortschritt in der Demenzforschung.

Bahr kritisiert: Kaum Erfolg bei Demenzforschung

Gesundheitsminister Bahr betont: "Demenz muss künftig stärker bei der Pflege eine Rolle spielen."

© Elke Hinkelbein

Die Wahrscheinlichkeit, als Neunzigjähriger dement zu werden, habe vor 30 Jahren genauso hoch gelegen wie heute, nämlich bei einem Drittel, sagte Bahr der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Sowohl die Regierung als auch die Arzneimittelhersteller investierten zunehmend in die Forschung in diesem Bereich.

"Demenz muss eine stärkere Rolle spielen"

"Die Demenz muss künftig stärker bei der Pflege eine Rolle spielen", sagte der Minister weiter. Gerade der besondere Betreuungsaufwand bei den Kranken müsse berücksichtigt werden.

In Deutschland gibt es nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft 1,2 Millionen demente Menschen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[09.10.2011, 14:52:18]
Katrin Schwarz 
Und die Pflege?
Toller Kommentar von unserem Gesundheitsminister. Nicht nur die Forschung sollte mehr tun, auch die Regierung sollte sich überlegen, wie wir diesem Umstand in Zukunft begegnen. Jeder 5. Deutsche ist über 65 und die Zahl der Dementen steigt. Geld für eine angemessene Versorgung ist aber nicht vorhanden. Was sind denn 100 oder 200 Euro betreuungsgeld? Ein Tropfen auf dem heissen Stein. Wir könnten viel mehr zum schnelleren Fortschreiten der Krankheit tun, wenn wir früh genug ansetzen Betroffenen zu helfen. Dafür muss das Thema aber auch aus der Tabuzone geholt werden und mehr Aufklärung betrieben werden UND das Geld zur Verfügung gestellt werden. Wir alle wollen als alte Menschen würdevoll gepflegt werden !  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Frauen leben länger, Männer glücklicher

Frauen haben in allen europäischen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer, die zusätzlichen Jahre bescheren ihnen jedoch selten Freude. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »

Die Macht der Position

Sexismus im medizinischen Alltag: Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler bricht hier eine Lanze für die Männer. Diskriminierung kennt sie - geschlechtsunabhängig - eher durch einen anderen Faktor. mehr »