Ärzte Zeitung online, 07.03.2017

Studie mit Senioren

Fit im Kopf mit Blaubeersaft

Der regelmäßige Verzehr von Blaubeersaftkonzentrat sorgt offenbar dafür, dass sich kognitive Funktionen und Blutfluss im Gehirn verbessern.

Fit im Kopf mit Blaubeersaft

Blaubeeren sind reich an Flavonoiden, die antioxidative Eigenschaften haben.

© annalovisa / Fotolia

EXETER. Wissenschaftler der Universität Exeter in Großbritannien haben in einer kleinen Studie die gesundheitlichen Effekte von Blaubeersaftkonzentrat untersucht. Blaubeeren wird aufrund ihrer hohen Konzentration an Flavonoiden eine positive antiinflammatorische und antioxidative Wirkung nachgesagt.

12 gesunde Senioren im Alter zwischen 65 und 77 Jahren erhielten täglich 30 ml eines konzentrierten Blaubeersafts zu trinken. Das entsprach etwa 230 Gramm frischen Blaubeeren mit einem Gehalt an 387 mg Anthocyanen. Eine Vergleichsgruppe mit 14 Probanden bekam einen isokalorischen Placebosaft. Der Versuch lief über insgesamt 12 Wochen, wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism" berichten.

Vor und nach dem Saftverzehr wurden verschiedene kognitive Test gemacht und auch eine funktionale MRT-Aufnahme um Gehirnaktivität und Blutfluss zu bestimmen. Das Ergebnis: Bei den Teilnehmern der Blaubeergruppe wurde nach 12 Wochen eine signifikante Verbesserung der Gehirnaktivität und des Blutflusses in diversen Gehirnarealen nachgewiesen. Dem Bericht der britischen Forscher zufolge schnitten diese Teilnehmer auch eindeutig besser in den kognitiven Tests – etwa beim Erinnerungsvermögen – ab, als die Senioren der Vergleichsgruppe. (run)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »

Psychotherapeuten versus Regierung

Die Psychotherapeuten laufen Sturm gegen das Terminservice- und Versorgungsgesetz. Sie fordern gleiche Rechte für ihre Patienten. mehr »