Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Der Diabetespatient in der Notfallversorgung – Synopsis für den ambulanten Sektor, den Rettungsdienst und die Notaufnahme

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 13.05.2005

Projekt bietet Diabetes-Gefährdeten Programmangebote zur Selbsthilfe

Passanten füllen Risikobögen aus / Blutdruck und Blutzucker werden sofort gemessen

HAMBURG (hbr). In einem Hamburger Projekt soll Menschen mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes geholfen werden, der Krankheit vorzubeugen. Zwei Hürden sind zu bewältigen: Die noch gesunden Menschen müssen angesprochen werden. Und bei bestätigtem Risiko brauchen sie Hilfe zur Selbsthilfe.

Zunächst müssen wir die Menschen mit Diabetesrisiko erst einmal erkennen, beschreibt Dr. Jörg von Hübbenet das "Hamburger Diabetes-Präventionsprojekt". Gefährdete außerhalb von Arztpraxen zu erreichen, ist nicht einfach.

Ein kleiner Stich zur Früherkennung eines potentiellen Diabetes-Patienten. Foto: AZ

Versucht wird es mit einem Risikofragebogen. Die Bögen müssen an Menschen verteilt werden, die sich keines Risikos bewußt sind, so der Diabetologe von einer Hamburger Schwerpunktpraxis, der Journalisten das Projekt in einem Einkaufszentrum vorstellt.

Zwei Meter weiter findet genau dies gerade statt. Dort sind die Diabetes-Aktionstage "Gesünder unter 7" von Sanofi-Aventis und Partnern, darunter die "Ärzte Zeitung", im Dienste der Früherkennung im Gange: Besucher lassen Blutzucker, Blutdruck, Taillenumfang und HbA1c messen. "Sie füllen den Fragebogen aus mit der Gefahr, danach zu wissen: "Ich habe ein Risiko". Das macht man nicht so gerne."

Als gefährdet Erkannte erfahren auch, wie sie vorbeugen können. Das beruhigt. Auch wenn es letztlich doch auf die eher unbequeme Prävention mit gesunder Ernährung und mehr Bewegung hinausläuft. Dafür unterstützen die Projektteilnehmer, zu denen unter anderen die Hamburger Diabetes Schwerpunktpraxen, Apotheken und Sportvereine gehören, Vorbeugewillige durch passende Programmangebote.

Erlebnisorientiertes Lernen soll dabei die notwendigen Verhaltensänderungen fördern. So bietet zum Beispiel ein Sportverein einen Probier-Kurs an: Die Teilnehmer können verschiedene Sportarten testen, um "ihren Sport" herauszufinden. Das vermeidet das frustrierte Aufgeben, weil man sich für einen zu schwierigen Kurs angemeldet hat.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »