Diabetes

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Modul: Der Diabetespatient in der Notfallversorgung – Synopsis für den ambulanten Sektor, den Rettungsdienst und die Notaufnahme

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Ärzte Zeitung, 11.05.2005

Insulinanaloga bereichern die Diabetestherapie

BERLIN (arn). Die fast 85jährige Geschichte der Insulintherapie kann nach Angaben von Professor Reinhard Bretzel vom Uniklinikum Gießen zu Recht als Erfolg gefeiert werden. Das bislang letzte Kapitel bestreiten die Insulinanaloga, die eine weitere Verbesserung der Diabetestherapie ermöglichen: Da das Hypoglykämierisiko niedriger ist als beim Humaninsulin, läßt sich eine normnahe Stoffwechselkontrolle leichter verwirklichen.

Den Anreiz für die Entwicklung von Insulinanaloga lieferten die "drei Schwächen" des humanen Normalinsulins, nämlich seine zu geringe Flexibilität, Effektivität und Sicherheit, sagte Bretzel während eines Symposiums des Unternehmens Sanofi Aventis bei der 40. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Berlin.

Da Normalinsulin nicht am physiologisch vorgegebenen Ort, sondern subkutan injiziert werde, flute es zu langsam an, so daß der Patient einen Spritz-Eß-Abstand einhalten müsse. Auch werde der hohe Peak bei physiologischer Insulinsekretion nicht erreicht. Schließlich wirke Normalinsulin zu lange, und damit steige die Hypoglykämierate.

"Dagegen weist ein rasch wirksames Insulinanalogon wie Insulinglulisin (Apidra®) ein anderes Wirkprofil auf: Es bringt den raschen Peak tatsächlich zustande und kann so postprandiale Blutzuckerspitzen kappen", betonte Bretzel. Als besonders interessant wertete er die sehr rasche Wirkung bei Adipösen, so daß das Insulinanalogon für diese Zielgruppe besonders geeignet erscheine.

Patienten begrüßten vor allem den Wegfall des Spritz-Eß-Abstands mit den kurz wirksamen Insulinanaloga und berichteten über einen Gewinn an Lebensqualität. Auch die postprandiale Injektion habe sich mit diesen Analoga als effektiv und sicher herausgestellt. Daten kontrollierter Studien belegten, so Bretzel, daß lang wirksame Analoga wie Insulin glargin (Lantus®) bei Typ-1- und bei Typ-2-Diabetes eine bessere HbA1c-Einstellung als Normalinsulin ermöglichen.

Auch bei der Hypoglykämierate schnitten die Analoga besser ab als Humaninsulin. Dies gelte vor allem für die gefährlichen nächtlichen Hypoglykämien, die vom Patienten nicht wahrgenommen würden.

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