Ärzte Zeitung, 07.11.2006

Knochenmark-Infusion als Option für Diabetiker?

Studie belegt Nutzen bei Mäusen / Blutglukose sank

Pankreas mit menschlichen Stammzellen (Pfeile) bei einer Maus mit Diabetes. Foto:Ryang Hwa Lee/PNAS

NEW ORLEANS (cin). Die Infusion von multipotenten Knochenmarkzellen könnte eine Option für Diabetiker werden. Das hat einen Forschergruppe um Dr. Ryang Hwa Lee aus den USA herausgefunden. In ihrer Studie erhielten Mäuse mit induziertem Diabetes zweimal menschliche Knochenmarkzellen ins Herz infundiert (PNAS online vorab).

Ergebnis: Die Blutglukose-Spiegel sanken von der zweiten auf die dritte Woche nach Infusion signifikant. Die im Mäuseblut zirkulierende Insulinmenge lag in der Kontrollgruppe bei 0,3µg/l. Bei den Mäusen mit Knochenmarkinfusion waren es 0,7µg/l.

Bei neun von 13 Mäusen konnte menschliche DNA im Pankreas gefunden werden. Zudem konnte in den Nieren der Nager eine Abnahme der Zelldicke der Glomeruli und ein Rückgang der Makrophageninfiltration beobachtet werden als Hinweis auf Rückgang der Nierenschädigung.

Die Wissenschaftler vermuten, daß die systemische Infusion mit menschlichen Knochenmarkzellen ebenfalls positive Effekte auf Patienten mit Diabetes haben könnte.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Auf dem Weg zu einer Zelltherapie

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