Ärzte Zeitung, 15.12.2008

"Heute muss sich niemand mehr vor Insulin fürchten"

AUGSBURG (sto). Fast 80 Prozent der Diabetiker leiden an Spätfolgen ihrer Erkrankung. Liegen die HbA1c-Werte über 7 Prozent, ist der Blutzucker dauerhaft zu hoch, werden Blutgefäße und Nervenbahnen geschädigt.

Der HbA1c-Wert sei das "Blutzuckergedächtnis für das vergangene Vierteljahr", erinnerte Professor Petra-Maria Schumm-Draeger bei der Veranstaltung "Gesünder unter 7" in Augsburg. "Wenn bei einem Diabetiker die HbA1c-Werte über 7 Prozent liegen, muss die Behandlung dringend verbessert werden", hat die Diabetes-Spezialistin vom Städtischen Klinikum München betont.

Dass die Zielwerte bei Diabetikern nicht erreicht werden, ist bekannt. Bei HbA1c-Werten über 7 ist das Risiko für Schäden an Blutgefäßen und Nerven besonders hoch, was zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Schäden an Augen und Nieren führen kann, erinnerte die Endokrinologin bei der Veranstaltung von Sanofi-Aventis.

Wenn bei einem Diabetiker orale Blutzucker-senkende Arzneien kombiniert mit gesunder Ernährung und Sport nicht mehr für eine gute Stoffwechseleinstellung ausreichen, sollte eine Insulin-Therapie begonnen werden, so Schumm-Draeger. "Heute muss sich niemand mehr vor einer Insulinbehandlung fürchten", sagte sie. "Die meisten fühlen sich viel besser, wenn sie auf Insulin umgestellt sind", berichtete sie. Langwirksame Basalinsuline, die nur einmal täglich gespritzt werden, hätten die Therapie entscheidend erleichtert.

www.gesuender-unter-7.de

[15.12.2008, 19:53:43]
Prof. Dr. Dr. Sotirios Raptis 
Prof.Dr.med.Dr.h.c.S.A.Raptis, Athen
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