Ärzte Zeitung, 10.02.2009

Maskenbeatmung mindert die HbA1c-Werte

30 Prozent der adipösen Diabetiker haben Schlafapnoe

KASSEL (hbr). Jeder dritte adipöse Diabetiker leidet nach Schätzungen an obstruktiver Schlafapnoe (OSA). Die kontinuierliche positive Überdruckbeatmung (CPAP) bessert bei diesen Patienten nicht nur den Schlaf sondern auch die Stoffwechsel-Einstellung. Wahrscheinlich senkt die Therapie die Insulinresistenz, wie eine Studie in den Vereinigten Staaten jetzt ergeben hat.

Die Teilnehmer der Untersuchung hatten HbA1c-Werte von im Mittel 8,3 Prozent, berichtete Professor Joachim Ficker aus Nürnberg bei einer Veranstaltung des Unternehmens Weinmann beim Schlafkongress in Kassel.

Die Patienten erhielten 90 Tage lang eine CPAP-Therapie. Die Diabetestherapie blieb unverändert. Zusätzlich wurden zu Beginn und am Ende der Behandlung drei Tage lang kontinuierlich die Blutzuckerwerte gemessen. Nach den drei Behandlungsmonaten war der HbA1c-Wert um einen halben Prozentpunkt gesunken. Aus den Patienten mit einem Start-HbA1c über 7 Prozent wurde eine Subgruppe gebildet. Bei ihnen sank der mittlere Wert von 9,2 Prozent auf 8,5 Prozent.

Ursache der Effekte ist wohl eine Verringerung der Insulinresistenz der Typ-2-Patienten. So stieg in einer anderen Studie mit Probanden, die nachts alle 60 Sekunden geweckt wurden, allein durch das ständige Wecken die Insulinresistenz.

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