Ärzte Zeitung online, 01.07.2009
 

Apotheker: Insulin-Therapie nicht ohne Arzt ändern

BERLIN (dpa). Nach Berichten über ein möglicherweise erhöhtes Krebsrisiko durch das künstliche Insulin Lantus sollten verunsicherte Diabetiker die Therapie nicht ohne Arztbesuch ändern.

"Diabetiker sollten auf keinen Fall das verordnete Insulin eigenmächtig absetzen oder die Dosis vermindern", sagte Professor Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK), am Dienstag. Es bestehe derzeit kein unmittelbarer Anlass, eine Therapie zu ändern.

Derzeit gibt es Diskussionen um einen angeblichen Zusammenhang zwischen der Gabe von Insulin Glargin (Lantus®) und Krebs. Bislang kann das Risiko aber nicht abschließend beurteilt werden.

www.arzneimittelkommission.info

Lesen Sie dazu auch:
Lantus®-Nutzer unnötig verunsichert

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »