Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung online, 15.09.2009

Kann eine Impfung mit Insulin Diabetes bei Kindern verhindern?

MÜNCHEN (eb). Kann eine Art Impfung mit Insulin den Ausbruch der Zuckerkrankheit bei Kleinkindern verhindern? Das soll die internationale Pre-POINT-Studie klären. Anschließend wird in der POINT-Studie untersucht, ob Diabetes bei diesen Kindern langfristig verhindert werden kann.

In zwei Primärpräventionsstudien Pre-POINT und POINT in Österreich, Italien, Großbritannien, Kanada, den USA und Deutschland wird der Ausbruch des Typ-1-Diabetes bei Kindern erforscht. POINT steht für "Primary oral / intranasal insulin trial".

Heilbar ist Typ-1-Diabetes nicht. Allerdings weisen erste Untersuchungen in den USA darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme geringer Mengen an Insulin das Immunsystem an der Bildung zerstörerischer Autoantikörper hindern kann. Das Insulin dient also nicht dazu, den Blutzucker zu senken, sondern soll wie eine Schutzimpfung das Immunsystem beeinflussen.

In Pre-POINT werden Kinder behandelt, die ein Risiko für Diabetes Typ 1 haben, aber noch keine Anzeichen einer Autoimmunreaktion gegen Insulin-bildende Zellen. Die Kinder erhalten kleine Dosen Insulin als eine Art Impfung. Sie erhalten das Insulin nicht über eine Spritze, sondern als Pulver zusammen mit der Nahrung oder als Nasenspray. In der Studie wird geprüft, welche Dosis und welche Einnahmeart sinnvoll sind.

In der Anschluss-Studie POINT wird geprüft, ob Diabetes tatsächlich langfristig verhindert werden kann.

Alle Kinder in Deutschland zwischen 18 Monaten und sieben Jahren können an der Pre-POINT-Studie teilnehmen, wenn sie ein hohes Risiko zur Entwicklung von Typ-1-Diabetes haben. Ein erster Hinweis auf ein hohes Erkrankungsrisiko ist, wenn entweder ein Geschwisterkind oder mehrere erstgradige Verwandte (Vater, Mutter oder Geschwister) an Typ-1-Diabetes leiden. Im nächsten Schritt wird bei solchen Kindern das individuelle Diabetesrisiko bestimmt. Alle Untersuchungen und die Behandlung im Rahmen der Studie sind kostenlos.

Die Studie wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Juvenile Diabetes Research Foundation (JDRF) in den USA gefördert. Weltweit wird die Pre-POINT-Studie durch das Team von Professor Ezio Bonifacio vom DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien der TU Dresden koordiniert, in Deutschland wird die Pre-POINT-Studie von der Forschergruppe Diabetes der TUM unter Leitung von Professor Anette-Gabriele Ziegler verwirklicht.

Typ-1-Diabetes, auch jugendlicher Diabetes genannt, kann schon im frühesten Kindesalter auftreten. Das körpereigene Immunsystem greift die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie nach und nach. Damit fehlt dem Körper der Botenstoff Insulin, den er benötigt, um Zucker aus der Nahrung in Energie umzuwandeln. Kinder mit Typ-1-Diabetes müssen sich daher ein Leben lang mehrmals täglich Insulin zuführen.

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