Ärzte Zeitung online, 16.09.2009

Gericht stärkt Rechte von Diabetikern

POTSDAM (dpa). Wer regelmäßig Insulin wegen einer Diabeteserkrankung nehmen muss, kann nach einem Gerichtsurteil als Schwerbehinderter anerkannt werden.

Dies gelte auch für den Fall, dass die Blutwerte des Patienten optimal eingestellt seien, heißt es in einer Mitteilung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom Mittwoch zu einem Urteil (Az.: L 13 SB 294/07). Geklagt hatte eine im Jahre 1953 geborene Frau, die an einem insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ 2 leidet.

Durch konsequente Lebensführung mit täglichem Sport habe die Klägerin eine optimale Einstellung ihrer Blutwerte erreicht. Deshalb sei ihr zunächst die Anerkennung als Schwerbehinderte verweigert worden, heißt es. Die regelmäßige sportliche Betätigung sei vom Gericht aber als medizinisch notwendigen Therapie-Aufwand eingestuft worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wegen der Bedeutung der Entscheidung wurde die Revision zugelassen.

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