Ärzte Zeitung online, 07.12.2009

Keine blindengerechten Spritzen für Diabetiker mehr

DÜSSELDORF (dpa). Blinde Menschen mit Diabetes müssen befürchten, dass es für sie vom kommenden Jahr an keine speziellen Spritzen mehr gibt.

Die einzige Insulinpumpe, die ein blinder Mensch nach sorgfältiger Einweisung komplett eigenständig bedienen könne, werde vom Markt verschwinden, kritisierte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband am Sonntag. Die Anbieterfirma habe sich aus der Produktion zurückgezogen.

Das Problem gehe viele Bundesbürger an: "Jährlich erblinden in Deutschland rund 8000 Menschen an den Folgen eines Diabetes", sagte Verbandspräsidentin Renate Reymann in Düsseldorf. Es werde eine "bedrohliche Situation" für zuckerkranke blinde Menschen eintreten, sagte Reymann. Die gefährliche Versorgungslücke sollten andere Produzenten schließen, bat die Präsidentin.

www.dbsv.org

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Versorgung psychisch kranker Kinder ist ein Flickenteppich

Der Trend bei den psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen ist stabil. Eine einheitliche Versorgungslandschaft besteht in Deutschland aber nach wie vor nicht. mehr »

„Mütter sind die zentralen Ansprechpartner“

In dieser Woche werben Urologen für die HPV-Impfung. Vor allem bei Jungen besteht Nachholbedarf. Wie können sie für eine Impfung gewonnen werden? mehr »

Mama leckt den Schnuller ab – kein Tabu

Botschaft einer neuen US-Studie: Das Ablutschen kann Vorteile fürs Immunsystem der Kinder haben. mehr »