Ärzte Zeitung, 01.02.2011

Schwangeren mit Diabetes hilft ein künstliches Pankreas

CAMBRIDGE (eis). Schwangere mit Typ-1-Diabetes können von einem künstlichen Pankreas profitieren, hat eine britische Studie ergeben. Dabei wird mit einem Sensor der Blutzucker kontinuierlich gemessen.

Aus den Messwerten errechnet ein Computer die optimale Insulin-Menge, die über eine angeschlossene Insulinpumpe abgegeben wird (Closed Loop).

In der Untersuchung wurden zehn Diabetikerinnen in der Früh- (15. Woche) und in der Spätphase (28. Woche) der Schwangerschaft jeweils über 24 Stunden mit einem solchen System versorgt (Diab Care 2011; 34: 406). Der Insulinausstoß der Pumpe wurde dabei alle 15 Minuten von einer Krankenschwester an die Messwerte angepasst.

 Ergebnis: Nur über 7 Prozent der Zeit in der Frühschwangerschaft und überhaupt nicht in der Spätschwangerschaft war der Blutzucker außerhalb des Zielbereichs (63 bis 140 mg/dl). Zum Vergleich: Nach bisherigen Studiendaten ist der Blutzucker bei Schwangeren mit Typ-1-Diabetes im Mittel zehn Stunden pro Tag zu hoch.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »