Ärzte Zeitung, 22.02.2012

KV und Kasse raten zu Teststreifen in mittlerer Preislage

KÖLN (iss). Im Rheinland sollen niedergelassene Ärzte bei Patienten mit Diabetes bevorzugt Blutzuckermessgeräte und -teststreifen aus dem mittleren Preissegment verordnen. Darauf haben sich die KV Nordrhein (KVNo) und die Krankenkassen verständigt.

In Nordrhein geben die Kassen pro Jahr 80 Millionen Euro für Blutzuckerteststreifen aus. In einer gemeinsamen Patienteninformation klären die KVNo und die Kassen die Patienten über die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Verordnungsweise der Ärzte auf.

Sie verweisen auf die großen Preisunterschiede bei den Streifen und darauf, dass mittelpreisige Testsysteme genau so zuverlässig messen wie teurere und für eine ausreichende und wirtschaftliche Versorgung genügen.

"Weiterhin kann Ihr Arzt aus einem breiten Angebot wählen, um das für Sie passende Gerät zu finden", heißt es in dem Schreiben, das die KVNo an die Ärzte gesandt hat. Patienten erfahren dort auch, wie viele Teststreifen Ärzte verordnen dürfen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Ein steiniger Weg nach Deutschland

Ob geflohen vor Krieg oder eingewandert aus anderen Teilen der Welt: Wer als ausländischer Arzt in einer deutschen Klinik oder Praxis arbeiten will, muss Ausdauer haben – und gutes Deutsch können. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »