Ärzte Zeitung, 28.08.2012

Diabetes

Kurzzeitiges Rauchen fördert Insulinresistenz

Rauchen erhöht das Risiko, später einen Diabetes zu entwickeln. Jetzt zeigt eine neue Studie: Auch schon wenige Jahre Rauchen fördern Diabetes-Vorstufen.

Auch kurzzeitiges Rauchen fördert Diabetes-Vorstufen

MÜNCHEN (eb). Auch wer nur kurze Zeit raucht, hat ein deutlich höheres Risiko für Prädiabetes als Nichtraucher.

Bereits mit 5 bis 10 Packungs-Jahren (pack years, Raucherjahre x die täglich konsumierten Zigarettenpackungen) hatten Raucher ein mehr als verdoppeltes Risiko, ergab die GAPP-Studie bei jungen Erwachsenen von 25 bis 40 Jahren.

Grund sei möglicherweise die deutlich tiefere Insulinsensitivität bei Rauchern, so Stefanie Aeschbacher aus Schaan in Liechtenstein.

Prädiabetes ist als HbA1c-Wert von 5,7 und 6,4 definiert. Insulinresistenz ist eine Vorstufe von Diabetes Typ 2, die Blutzuckerwerte sind leicht, die Insulinwerte stark erhöht. 231 (27 Prozent) der 587 Teilnehmer hatten einen Prädiabetes.

Unter den Prädiabetikern waren 29 Prozent Raucher, unter den Teilnehmern mit normalen Blutzuckerwerten nur 19 Prozent.

Zigarettenkonsum bedingt fast 80 Prozent der frühen kardiovaskulären Krankheiten und deren Sterblichkeit. Die Studie belege die Dringlichkeit der frühzeitigen Rauchprävention, so Aeschbacher.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »