Ärzte Zeitung, 12.02.2013
 

Typ-2-Diabetes

Dauerstress erhöht das Diabetes-Risiko

Permanenter Stress ist mit einer deutlich erhöhten Rate an Typ-2-Diabetes verbunden, berichten Forscher aus Schweden.

GÖTEBORG. Einzigartige Daten einer prospektiven Langzeitstudie über 35 Jahre mit 6828 Männern haben Forscher der Universität Göteborg analysiert (Diabet Med 2013; 30: e8).

Die Probanden waren zwischen 1915 und 1925 geboren und hatten in den 1970er Jahren keinen Diabetes gehabt. 899 von ihnen waren dann im Verlauf der Studie an Typ-2-Diabetes erkrankt.

Zu Beginn der Studie hatten knapp 16 Prozent der Männer permanenten Stress im voran gegangenen Jahr an der Arbeit oder privat angegeben.

Rate um 45 Prozent erhöht

Als Symptome nannten sie Erregtheit sowie Angst- und Schlafstörungen. Im Vergleich zu Männern ohne Stress war die Diabetesrate bei den Männern mit Dauerstress um 45 Prozent erhöht.

Der Zusammenhang blieb auch bestehen, wenn Faktoren wie Alter, sozioökonomischer Status, Bewegungsmangel, BMI, Blutdruck und die Einnahme von Antihypertensiva berücksichtigt wurden.

"Stress wird bisher nicht als unabhängiger Risikofaktor für Diabetes wahrgenommen", betont Studienleiter Masuma Novak. Anti-Stress-Strategien seien aber offenbar wichtig für die Diabetes-Prävention. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »