Ärzte Zeitung, 18.11.2013
 

Stoffwechsel

Vitamin D stabilisiert den Blutzucker

Nach Studien-Hinweisen verbessert Vitamin D die Insulinsensitivität und -sekretion. Bei Mangel kann eine Therapie erwogen werden.

BERLIN. Vitamin D stabilisiert offenbar den Blutzuckerstoffwechsel bei Diabetes, teilt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) mit. Im Muskel, in der Leber und an den Betazellen habe sich die Wirkung nachweisen lassen.

"Im Hinblick auf die Insulinwirkung auf die peripheren Gewebe verbesserte sich die Insulinsensitivität um 60 Prozent, wenn der Vitamin-D-Spiegel von schwerem Mangel von unter 10 ng / ml auf über 30 ng / ml anstieg", sagte Professor Klaus Badenhoop, Sprecher der AG Molekularbiologie und Genetik der DDG.

Ist Vitamin D ausreichend vorhanden, werden die insulinproduzierenden Zellen dazu angeregt, mehr von dem Hormon zu produzieren, heißt es in der Mitteilung zur DDG-Herbsttagung. "Insgesamt kann der Diabetesstoffwechsel durch Vitamin D stabilisiert werden.

Ein Mangel sollte deshalb in jedem Fall vermieden werden, in manchen Fällen kann eine gezielte Vitamin-D-Therapie durchaus sinnvoll sein", so Badenhoop. Bei Kindern mit neu diagnostiziertem Typ-1-Diabetes konnte die Funktion der Betazellen durch Zugabe des Vitamins maßgeblich verbessert werden. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So schützen sich Krebskranke vor Stigmatisierung

Wer an Krebs erkrankt, muss sich auch mit der damit verbundenen Stigmatisierung auseinandersetzen. Forscher raten zu gezielten Gegenstrategien. mehr »

Kassen rücken beim Arztinfo-System von der Steuerung via Ampel ab

Nutzenbewertungen neuer Arzneimittel durch den GBA finden bei Ärzten bisher oft nur wenig Beachtung. Ein Arztinfo-System soll das ändern. Der GKV-Spitzenverband hat dafür jetzt einen Prototypen präsentiert. mehr »

Sport tut den Gelenken gut - auch bei Multimorbidität

Selbst Arthrosepatienten mit schweren Begleiterkrankungen profitieren von regelmäßigem körperlichem Training. Es gibt allerdings eine Voraussetzung. mehr »