Ärzte Zeitung, 22.01.2014

Appell an die Industrie

Ein Insulinpen für Senioren!

MÜNCHEN. Die praktische Durchführung der Insulintherapie stellt Senioren oft vor Hindernisse, etwa durch kognitive Defizite oder schmerzhafte Arthropathien. Sie erschweren die Handhabung des Pens, und Begleiterkrankungen wie Retinopathie oder Katarakt trüben die Sicht.

Der Psychiater Bastian Fatke aus München fordert daherGeräte, die an die Einschränkungen der Patienten angepasst sind: Der Pen sollte ausreichend groß sein, der Auslösemechanismus muss gut funktionieren, und das Display muss auch bei gestörter Sicht gut lesbar sein.

Um zu testen, ob ein Patient seine Insulintherapie selbstständig durchführen kann, empfiehlt Fatke den "Timed Test of Money Counting". Dazu wird der Patient aufgefordert, 9,80 Euro in verschiedenen Münzen und einem Fünfeuroschein abzuzählen. Die Zeit, die er hierfür benötigt, wird gestoppt. Kritisch wird es ab 45 Sekunden. (eo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »