Ärzte Zeitung, 30.06.2014

Dapagliflozin-Kombi

IQWiG-Bewertung als praxisfern kritisiert

Die DDG kritisiert den Bericht des IQWiG zu Dapagliflozin plus Metformin. Die Fixkombination habe sehr wohl einen Zusatznutzen.

BERLIN. "Als nicht akzeptabel" weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) den Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Bewertung der Fixkombination von Dapagliflozin / Metformin zurück.

Die Kritik wird in einer Stellungnahme an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geäußert. Das IQWiG war zum Ergebnis gekommen, dass für die Wirkstoff-Kombination kein therapeutischer Zusatznutzen belegt sei.

Die DDG sieht das anders: Es gebe keinen Zweifel am Zusatznutzen von Dapagliflozin zur Erreichung des individuellen Therapieziels unter Vermeidung von Nebenwirkungen, insbesondere Hypoglykämien und Gewichtszunahme, so die Fachgesellschaft.

Hypoglykämien als schwere, potenziell tödliche Komplikationen träten unter SGLT2-Hemmern erheblich seltener auf als unter Sulfonylharnstoffen. Dies sei ein substanzieller Zusatznutzen bei Typ-2-Diabetes.

Das Fazit von DDG-Präsident Privatdozent Erhard Siegel dazu: Erneut habe das IQWiG eine kritikwürdige Bewertung aufgrund praxisferner, formaler Kriterien abgegeben. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »