Ärzte Zeitung, 26.09.2014
 

Typ-2-Diabetes

Ab 50 erhöhtes Risiko für geistigen Abbau

Typ-2-Diabetiker in mittleren Jahren haben ein erhöhtes Risiko für leichte kognitive Störungen (MCI).

ESSEN. Finden sich bei Typ-2-Diabetikern vermehrt leichte kognitive Störungen (mild cognitive impairment, MCI) als Vorboten von Demenz? Das haben Angela Winkler und Kollegen von der Universität Duisburg-Essen in einer populationsbasierten Querschnittsstudie untersucht (J Alzheimer's Disease 2014; online 2. September).

Aus 1936 Probanden der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie bildeten sie zwei Gruppen: 560 Teilnehmer mit MCI und 1376 Kontrollpersonen ohne MCI. Die Diabeteshäufigkeit wurde in den beiden Stichproben verglichen. Bei den 50- bis 65-Jährigen mit Diabetes ergab die adjustierte Analyse eine verdoppelte MCI-Rate (Odds Ratio: 2,03).

Einflüsse von Alter, Bildungsstand, BMI, Hypertonie, KHK, Raucherstatus und Depression waren herausgerechnet worden.

Fazit: Typ-2-Diabetiker mittleren Alters sind offenbar besonders empfänglich für MCI. Das wiederum unterstreicht die Bedeutung einer guten Stoffwechseleinstellung in mittleren Jahren, betonen die Forscher. Damit wird nicht nur kardiovaskulären Folgekrankheiten vorgebeugt, sondern wahrscheinlich auch dem kognitiven Abbau entgegen gewirkt. (St / eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »

Jamaika – Paritätische Finanzierung ist vom Tisch

Ein neues Sondierungspapier zeigt: Die potenziellen Jamaika-Partner suchen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesundheitspolitik. mehr »