Ärzte Zeitung, 26.01.2015

Diabetiker

Tipps bei der Berufswahl

Für Diabetiker gibt es nur wenig Einschränkungen bei der Berufswahl. Sogar Verbeamtung oder LKW fahren sind im Einzelfall möglich.

BERLIN. Ein Beruf ist für einen Diabetiker nur tabu, wenn es im Falle einer möglichen Unterzuckerung zu erheblicher, nicht anders abwendbarer Gefahr für Dritte oder den Betroffenen selbst kommen kann. Eine Eignung bei möglicher Fremdgefahr werde aber oft individuell beurteilt, so der Tipp von Rechtsanwalt Oliver Ebert.

"Voraussetzung ist dann meist der Nachweis über einen gut eingestellten Blutzucker sowie die Fähigkeit zur rechtzeitigen Wahrnehmung von Unterzuckerungen." Dass man an Diabetes leidet, müssen Betroffene laut aktueller Rechtsprechung nicht in der Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch sagen.

"Der Arbeitgeber darf nur im Ausnahmefall nach Krankheiten fragen", so der Experte in einer Mitteilung von diabetesDE. Der Arbeitgeber dürfe zwar die Einstellung von einer Untersuchung durch den Betriebsarzt abhängig machen.

Dieser ist bei der Diagnose aber zur Verschwiegenheit verpflichtet. Im Job selbst sollten Betroffene eher zurückhaltend mit Informationen zu ihrer Krankheit umgehen, rät Ebert. Enge Kollegen sollten aber informiert sein, um im Notfall helfen zu können. (eb)

Topics
Schlagworte
Diabetes mellitus (5619)
Krankheiten
Diabetes mellitus (9215)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »