Ärzte Zeitung, 23.03.2015

Diabetes

Prävention in der Apotheke zeigt Erfolg

Mit einem von Apothekern betreuten Präventionsprogramm gelang es Teilnehmern, ihr Diabetesrisiko zu verringern.

ERLANGEN / MÜNCHEN. Eine Studie mit rund 1000 Teilnehmern zeigte, dass eine einjährige Betreuung von Apothekern das Diabetesrisiko reduziert, teilt das Wissenschaftliche Institut für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG) mit.

Die eine Hälfte der 40 teilnehmenden Apotheken betreute ihre Teilnehmer intensiv mit dem Programm "GLICEMIA": In drei persönlichen Beratungsgesprächen und fünf Gruppenschulungen wurden individuelle Gesundheitsziele definiert und das Hintergrundwissen für langfristige Lebensstiländerung vermittelt.

Die andere Hälfte erhob bei drei Terminen Risikofaktoren für Diabetes und händigte schriftliche Informationen zur Lebensstiländerung aus.

Nach einem Jahr wurden die beiden Gruppen hinsichtlich ihres Diabetesrisikos und der assoziierten Risikofaktoren verglichen.Die wesentlichen Ergebnisse der Studie: Von anfangs 1092 schlossen 977 Teilnehmer die Studie nach einem Jahr ab. Diese geringe Abbrecherquote von nur 10,5 Prozent zeige, dass ein Präventionsangebot von Apothekern von der Bevölkerung gut akzeptiert werde.

Nach einem Jahr habe sich das Diabetesrisiko der 530 betreuten Teilnehmer im Vergleich zu den 562 nicht-betreuten Probanden hoch-signifikant reduziert.

Durch die Betreuung sei es den Teilnehmern gelungen abzunehmen und sich mehr zu bewegen. Da die Studie nur ein Jahr dauerte, konnte kein Unterschied bei der Diabetes-Neuerkrankungsrate festgestellt werden. (eb)

Weitere Informationen zu WIPIG und GLICEMIA finden Sie auf www.wipig.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Mehr Ausgaben zur Gesundheitsförderung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen erreicht – so viele wie nie zuvor. Doch es gibt auch Lücken. mehr »

Zahl der Abtreibungen zurückgegangen

2018 wird es wohl weniger Schwangerschaftsabbrüche geben als im Jahr zuvor, so eine Statistik. mehr »