Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Der Diabetespatient in der Notfallversorgung – Synopsis für den ambulanten Sektor, den Rettungsdienst und die Notaufnahme

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung online, 07.02.2017

Diabetes

Erhöhtes Sterberisiko durch Krebs, Leber- und Nierenleiden

Diabetiker sterben nicht nur besonders früh an Herz-Kreislauf-Krankheiten, sondern auch an Krebs sowie Leber- und Nierenleiden.

Von Dagmar Kraus

BARCELONA. Diabetiker haben im Durchschnitt eine kürzere Lebenserwartung als Nichtdiabetiker. Das ist vor allem durch das hohe kardiovaskuläre Risiko bedingt. Weitere Ursachen für das erhöhte Sterberisiko haben jetzt Forscher aus Spanien ermittelt (Diabetes Care 2016; 39: 1987).

In der Studie wurden Gesundheitsdaten von 55.292 Probanden im Alter von 35 bis 79 Jahre ohne kardiovaskuläre Vorerkrankungen aus sieben Regionen Spaniens über zehn Jahre analysiert. Zu Studienbeginn waren BMI, Blutdruck, Glukose, Triglyzeride sowie HDL- und Gesamtcholesterin bestimmt worden.

Gut jeder sechste war Diabetiker (15,6 Prozent). Diese waren im Schnitt älter, rauchten seltener, hatten einen höheren BMI, einen höheren Blutdruck und höhere Triglyzeridwerte; zudem waren sie häufiger glykämisch und hyperton.

Risiko doppelt so hoch

Binnen zehn Jahre starben 1710 Nichtdiabetiker (3,8 Prozent) und 781 Diabetiker (9,1 Prozent). Die Diabetiker hatten nicht nur ein höheres allgemeines Sterberisiko, sondern sie schnitten auch bei den einzelnen Todesursachen – kardiovaskulär, krebsbedingt, andere Krankheits-Ursachen – schlechter ab, wobei der Einfluss anderer Faktoren wie Alter, BMI oder Rauchen berücksichtigt worden waren.

Das Risiko, an Herzinfarkt, Herzversagen oder Schlaganfall zu sterben, war bei Diabetikern doppelt so hoch wie bei Nicht-Diabetikern. Ebenfalls erhöht, wenn auch etwas weniger, war das krebsbedingte Sterberisiko. Gleiches galt auch für andere krankheitsbedingte Todesursachen. Frauen waren stärker gefährdet als Männer.

Nach Ansicht der Ärzte braucht es mehr und intensivere Präventionsbemühungen, um Diabetiker besser vor Begleiterkrankungen und den verbundenen Komplikationen bewahren zu können. (dk)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »