Ärzte Zeitung online, 05.02.2018

Internationale Studie

Hypoallergene Babykost schützt nicht vor Diabetes

OTTAWA. Früher Kontakt mit Kuhmilchproteinen begünstigt bei Kindern die Entstehung eines Typ-1-Diabetes nicht. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie von Forschern um Dr. Margaret Lawson vom Children's Hospital of Eastern Ontario (JAMA. 2018; 319: 38).

An dem "Trial to Reduce Insulin-Dependent Diabetes in the Genetically at Risk" (TRIGR) hatten 2159 Säuglinge mit HLA-Risiko-Genotypen für Diabetes und Verwandte 1. Grades mit Typ-1-Diabetes teilgenommen.

Ergebnis: Binnen im Median 11,5 Jahren bekamen 8,4 Prozent der Kinder mit einer Folgenahrung ohne intakte Kuhmilchproteine einen Typ-1-Diabetes, im Vergleich zu 7,6 Prozent der Kinder mit konventioneller Kuhmilch-basierter Babynahrung. Die Unterschiede bei den Erkrankungsraten waren statistisch nicht signifikant. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Liebe überwindet geistige Behinderung

Eine Anlaufstelle in Mainz kümmert sich, wenn Menschen mit geistiger Behinderung wegen unerfüllter Sehnsucht nach Lust und Liebe das Herz schwer ist. Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Trotzdem droht die Schließung. mehr »

Putzen schadet der Lunge ähnlich wie Rauchen

Schlechte Nachrichten für Sauberkeitsfans: Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht. Diesen Effekt fanden Forscher aber nur bei Frauen – doch sie haben dafür eine Erklärung. mehr »