Ärzte Zeitung online, 17.02.2018

Arbeitsmedizin

CGM ermöglicht Diabetikern neue Berufe

Mit kontinuierlicher Zuckermessung (CGM) lassen sich Risiken bei Diabetes minimieren. Das ermöglicht Patienten neue Berufe.

MÜNCHEN. CGM-Techniken (Continuous Glucose Monitoring) am Arbeitsplatz sind gerade unter Sicherheitsaspekten von Vorteil, betont die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) in einer Mitteilung. Diabetiker können damit Berufe ausüben, die bisher mit inakzeptablen Risiken verbunden waren. Dazu gehören unkalkulierbare oft und schwer auftretende oder lebensbedrohliche Risiken. Für die Entscheidung, ob ein Betroffener als Soldat, Berufstaucher oder Pilot geeignet ist, ist eine Gefährdungsbeurteilung nötig. Darin wird auch geprüft, ob die CGM-Technik am Arbeitsplatz frei von mechanischen, elektromagnetischen oder thermischen Störungen funktionieren kann.

Entscheidende Kriterien für die Beurteilung sind Kompensationsmöglichkeiten. So ist etwa das Risiko für den Feuerwehrmann bei der Brandbekämpfung nicht kompensierbar. Außerhalb des Gefahrenbereichs, ohne schweren Atemschutz könne ein Diabetiker aber geeignet sein. (eb)

Mehr zum Thema:

www.asu-arbeitsmedizin.com

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »